Seit fünfzehn Jahren gibt es Videokameras, die dem Golflehrer dank kurzer Belichtungszeit scharfe Standbilder von schnellen Bewegungen ermöglichen. Damals war die Bedienung solcher Kameras noch sehr unkomfortabel, inzwischen kann alles auf einer grafischen Oberfläche per Mausklick bedient werden. Durch das Scope System sind die Möglichkeiten noch vielfältiger geworden. Der Schüler schlägt Bälle aus einer Hütte, in der Kameras und Bildschirme fest installiert sind. Auf dem Boden vor dem Schüler befindet sich ein Monitor, der ihn mit einem geteilten Bildschirm (split screen) sowohl von der Seite als auch von vorne zeigt.
Der Lehrer sieht das gleiche Bild auf seinem Monitor, der in Zielrichtung aufgestellt ist. So kann der Pro auch den Ballflug verfolgen, ohne seine Position verändern zu müssen. Nach dem ersten Schlag steht der Schwung digital zur Verfügung und der Lehrer schaut sich die Ballflüge an. Sobald sich Lehrer und Schüler auf das Ballflug-Problem geeinigt haben, kann der Lehrer mit der Erklärung beginnen. Zur Unterstützung können nun Linien oder Kreise in das Videobild eingezeichnet werden.
Beim nachfolgenden Umsetzen der Korrektur sind die Vorteile solcher Videosysteme noch größer. Dieses System ist in vielen der ganz großen Golfschulen in Gebrauch und selbst Hank Haney, der derzeitige Trainer von Tiger Woods, schwört auf dieses besondere Videosystem. Lernerfolge werden merklich verbessert, da die Zeit zwischen dem Schlag und seiner Darstellung enorm kurz ist und auch ein Üben bei gleichzeitiger Selbstbeobachtung stattfindet, wie das sonst bei keinem der gängigen Videosysteme der Fall ist.